Your Body. Your Rules.

Projektansatz

Dieses Projekt für weiterführende Schulen und Berufsschulen verbindet Wissensvermittlung mit sozialpädagogischen und systemischen Methoden, Austausch und körperorientierten Aspekten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie körperliche, emotionale und soziale Prozesse Entscheidungen, Beziehungen und Selbstwahrnehmung beeinflussen – und wie junge Frauen lernen können, verantwortungsvoll und selbstbestimmt mit diesen Einflüssen umzugehen.

Die Inhalte werden wertschätzend und wertfrei vermittelt. 


Zentrale Inhalte

  • Körperwissen und Zyklusverständnis als Grundlage für Selbstfürsorge
  • Einfluss hormoneller und emotionaler Prozesse auf Energie, Konzentration und Entscheidungsverhalten
  • Wahrnehmung und Kommunikation persönlicher Grenzen
  • Stärkung von Selbstvertrauen, Orientierung und Handlungssicherheit
  • Abbau von Scham und Unsicherheiten durch Wissen und Austausch


Mehrwert für Schulen & Kooperationspartner

  • Präventionsarbeit durch frühzeitige Aufklärung und Stärkung von Selbstkompetenz
  • Förderung von Gesundheitskompetenz und psychosozialer Stabilität
  • Unterstützung junger Frauen im Übergang Schule – Ausbildung – Beruf
  • Ergänzung schulischer Bildungsangebote durch ein praxisnahes, partizipatives Format
  • Nachhaltige Wirkung durch begleitende Materialien und Transferimpulse


Rahmenbedingungen

  • Zielgruppe: Schülerinnen der Berufsschule / Sekundarstufe
  • Format: Gruppenangebot (modular oder kompakt umsetzbar)
  • Umsetzung: vor Ort an Schulen oder in Kooperation mit Trägern
  • Haltung: freiwillig, vertraulich, respektvoll, niederschwellig


My Body. My Rules. schafft einen geschützten Lern- und Erfahrungsraum, in dem junge Frauen Wissen erwerben, Selbstvertrauen stärken und Kompetenzen entwickeln, die sie langfristig begleiten.


Gesellschaftliche Relevanz

Junge Frauen wachsen heute in einem Spannungsfeld aus Leistungsdruck, Körpernormen, sozialen Erwartungen und unzureichender Aufklärung auf. Viele erleben Unsicherheit im Umgang mit ihrem Körper, ihrem Zyklus, ihren Gefühlen und ihren Grenzen – mit langfristigen Folgen für psychische Gesundheit, Beziehungsfähigkeit und Selbstbestimmung.

Studien zeigen, dass Scham, fehlendes Körperwissen und mangelnde Kommunikationskompetenzen das Risiko für gesundheitliche Belastungen, Grenzverletzungen und ungesunde Beziehungsmuster erhöhen. Gleichzeitig fehlen im schulischen Kontext oft Räume, in denen diese Themen sachlich, präventiv und ohne Scham bearbeitet werden können.

My Body. My Rules. setzt genau hier an: Das Projekt stärkt junge Frauen frühzeitig in ihrer Selbstwahrnehmung, Entscheidungsfähigkeit und Handlungssicherheit. Durch fundierte Wissensvermittlung, Reflexion und Austausch werden Kompetenzen gefördert, die nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich wirksam sind.

Ein gestärktes Körper- und Selbstverständnis wirkt präventiv:

  • gegen psychische Belastungen und Überforderung
  • gegen Grenzverletzungen und Gewalt
  • gegen gesundheitliche Fehlinformationen und Tabuisierung

Gleichzeitig fördert das Projekt zentrale gesellschaftliche Ziele wie Gesundheitskompetenz, Gleichstellung, Prävention, Beziehungsfähigkeit und soziale Verantwortung. Junge Frauen, die sich selbst ernst nehmen, Grenzen kommunizieren können und informierte Entscheidungen treffen, gestalten ihr Umfeld bewusster – in Schule, Ausbildung, Beruf und Gesellschaft.

Damit leistet My Body. My Rules. einen nachhaltigen Beitrag zu Chancengleichheit, Präventionsarbeit und einer gesunden, respektvollen Gesellschaft.